Denkbar knappe Post-Cup-Entscheidung um Rang 3
12.12.2011Am 35. Zürcher Silvesterlauf lief ich als
Zehnter auf den angestrebten Top-Ten-Platz und klassierte mich als viertbester Schweizer. Trotz einer sehr guten Leistung fiel ich im Post-Cup noch auf den sehr undankbaren 4. Rang zurück.
Post-Cup 2011. Männer. Schlussrangliste: 1. Philipp Bandi 150 Pte. 2. Christian Kreienbühl 117 Pte. 3 Michel Brügger 105 Pte. 4. Marco Kern 105 Pte. 5. Viktor Röthlin 92 Pte (Bild links, Hugo Rey.).
Nach sieben Runden und 8.8 Kilometer durch Zürichs Strassen schaffte ich als 10. erneut die Top-Ten-Klassierung. Und ich verlor in meinem dritten (Über-)Distanzrennen nach Bulle und Basel noch weniger Zeit auf die Schweizer Top-Cracks Philipp Bandi (24") und Viktor Röthlin (16"), belegte in der Post-Cup-Tageswertung der besten Schweizer jedoch gleichwohl Rang 4, da Michel Brügger auf der Zielgeraden mit einer starken Leistung Marathoneuropameister Röthlin zu bezwingen vermochte. Damit war es klar, dass mich Röthlin trotz der doppelten Punktevergabe in Zürich in der Post-Cup-Gesamtwertung nicht mehr überholen konnte. Doch Brügger vermochte dank seinem Effort den Rückstand auf mich wettzumachen und gleich zu ziehen: beide 105 Punkte, beide 5 Rennen gelaufen. Beide einmal auf Rang 2. Michel Brügger jedoch klassierte sich zweimal im dritten Rang, wohingegen ich nur einmal den dritten Rang belegte, womit das Reglement zu seinen Gunsten entschied. Das war im ersten Moment natürlich bitter für mich und die Zufriedenheit mit meiner sehr guten Laufleistung rückte zuerst in den Hintergrund.
Das Rennen hatte ich gut begonnen. Ich lief auf der ersten Runde in der Spitzengruppe mit, ehe die Kenianer das Tempodiktat übernahmen. Ich fiel etwas zurück, schloss dann jedoch die Lücke zur Verfolgergruppe mit Röthlin, Brügger und dem Italiener Pedotti alleine. Und blieb bis nach der Hälfte des Rennens dran! Die Stimmung am Streckenrand war grandios und ich möchte allen herzlich danken, die mich gestern lautstark unterstützten - war einfach super!
Dieser Support half mir vor allem im letzten Renndrittel, als ich oft alleine lief, mein Tempo weiterzulaufen und mich insbesondere auf der letzten Runde gegen die heranstürmenden Konkurrenten wie OL-Weltmeister Daniel Hubmann oder Paolo Pedotti mit einer Tempoverschärfung erfolgreich zu wehren.
Nun ist das Wettkampfjahr 2011 für mich zu Ende gegangen. Vor einem Jahr begangen an gleicher Stätte meine Verletzungsprobleme, doch nun kann ich sagen, dass ich gesund bin. Zudem fallen das Fazit des ersten Trainingsblocks positiv und mit dem Post-Cup auch erfolgreich aus.


