Mit zwei guten Rennen in die Saisonpause
11.09.2011Mit dem achten Rang an der Jungfraumeile (3. Rang Post-Cup)
vom Freitagabend in Interlaken und dem Kantonalrekord mit meinen LCS-Kollegen an der Staffel-SM ("Olympische"-Staffel - 800/400/200/100m) in Delémont von heute Sonntag, gelang mir ein guter Saisonabschluss.
Bild rechts: Kern, Wäspi, Schlatter und S. Sieber freuen sich über das gute Rennen und den neuen "Olympischen"-Kantonalrekord. (Bilder: Daniel Rahm)
Bild unten: Umkämpfte Startphase zum 800m-Startabschnitt in der Olympischen Staffel.
In Interlaken lief ich nach meinem schwachen Abschneiden im letzten Jahr nun zum zweiten Mal die Jungfraumeile (1609 Meter) - diesmal mit mehr Erfolg! Am Einladungsrennen treffen starke ausländische Athleten auf die besten Schweizer Mittel- und Langstreckenläufer. Dabei starten die Männer 30 Sekunden nach den Frauen und im Ziel gibt es eine Overall-Rangliste. Zudem zählte auch dieser Lauf zur Post-Cup-Wertung. Zum Saisonschluss wollte ich nochmals alles geben und möglichst einen der ersten beiden Plätze unter den Schweizern anstreben.
Das Tempo war von Beginn an horrend hoch und schon ab der Hälfte begannen die Überholungen der Frauen. Ich hielt mich an den Fersen von Philipp Bandi und dem Österreicher Andreas Vojta, der noch vor wenigen Tagen an der WM in Daegu über 1500m am Start war. Vor der 1200m-Marke wurde es richtig hart und ich verlor etwas den Kontakt zu Bandi und dem enteilenden Vojta. Doch nach dem Einbiegen auf die lange Zielgerade, vermochte ich den Abstand zu Bandi wieder zu verkleinern. Und dann kam auf der linken Seite Christian Kreienbühl ganz stark auf und wir lieferten uns bis zur Ziellinie einen packenden Kampf um Rang zwei, den Kreienbühl schlussendlich um 19/100 für sich entscheiden konnte, womit ich nicht unbedingt gerechnet hatte. In Bern behielt ich im Schlussspurt noch locker die Oberhand. Nun besiegte er mich auf der Distanz, die mir eigentlich noch mehr liegt. Diese Meile auf der Strasse hat ihre eigenen Gesetze und ist schwierig und hart, aber sehr interessant zu laufen. Ich hatte wirklich das Letzte gegeben und war deshalb auch wirklich zufrieden mit meiner Leistung.
Kantonalrekord und Rang fünf an der Staffel-SM
Knappe 48 Stunden danach stand ich in Delémont über 800m
am Start zur Staffel-SM mit der "Olympischen"-Staffel (800/400/200/100m) und wollte meinen LCS-Kollegen eine möglichst gute Ausgangslage für einen der vorderen Plätze schaffen. Als ich zum letzten Mal die Olympische-Staffel lief, gewannen wir 2006 in Ibach bei den U20 den Schweizermeistertitel mit Kantonalrekord in 3:18,04min. Heute schienen die Medaillenränge jedoch ausser Reichweite, zu stark präsentierte sich das 14-köpfige Teilnehmerfeld in diesem Jahr. Unter anderem standen mit Mario Bächtiger (800m), Philipp Weissenberger (400m), Alex Wilson (200m, WM-Teilnehmer von Daegu) und Rolf Fongue (100m) sämtliche Schweizermeister und dazu mehrere weitere SM-Medaillengewinner aus Basel in den Diensten der verschiedenen Teams. Doch der Start glückte ausgezeichnet. Nach einer langsamen ersten Runde mit harten Positionskämpfen, arbeitete ich mich Rang um Rang nach vorne und nahm auf den letzten 150 Metern alleine die Verfolgung von Bächtiger auf. Mit kleinem Rückstand übergab ich an Claudio Wäspi. Dieser musste anfangs den Zürcher Weissenberger sogleich ziehen lassen, hielt den Abstand aber in Grenzen und schickte Lukas Schlatter als Dritten auf die 200m-Strecke. Gegen Sprint-Rakete Alex Wilson (LG Basel Regio 1) war natürlich kein Kraut gewachsen und so fielen wir wie erwartet aus den Medaillenrängen. Auf den letzten 100 Metern gab auch Simon Sieber nochmals alles, konnte aber gegen Rolf Fongue (LG Bern) nicht dagegenhalten. Dennoch erreichten wir den beachtlichen fünften Schlussrang und verbesserten mit diesem Effort und 3:17,44min den alten Kantonalrekord (2006) um 0,60 Sekunden.


