SM-Medaillenränge erneut knapp verpasst
07.08.2011Im gestrigen 1500m-Finallauf der Schweizer Meisterschaften
belegte ich mit 0.42sek Rückstand auf Bronze Rang 4. In einem taktischen Rennen ergriff ich nach der 1000m-Marke die Initiative. Doch mein Vorstoss reichte nicht zu einer Medaille.
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Auf der zweiten Runde liefen alle noch dicht beisammen. Bild Ralph Kern
Zum wiederholten Male belegte ich damit an einer Aktiven Freiluft-SM einen der ersten Plätze hinter dem Podium. Auch in diesem Jahr konnte ich "meinen" Bann (noch) nicht brechen. Allerdings war die Ausgangslage vor dem Start sehr offen, ein schnelles Rennen deutete sich nicht an. Mit Zwahlen, Breit, Bandi, Fuchs, Visinand und mir gab es viele Medaillenaspiranten - hinzu kam mit Tolossa Chengere ein weiterer schneller Mann aus Äthiopien, der allerdings nicht medaillenberechtigt war.
Nach einer ungenügenden Leistung meinerseits auf den letzten 200m des Vorlaufs vom Freitagabend, als ich als mich als Vierter in meinem Halbfinallauf nur über die Zeit qualifizierte (anm.: als 11.!), nahm ich mir vor im Finale etwas zu zeigen. Auf die letzten 300m konnte ich es nicht ankommen lassen.
Der Rennbeginn war dann auch sehr langsam, die Favoriten reihten sich in den vorderen Positionen ein. Ehe jemand die Initiative ergriff, stürzte 5000m-Spezialist Philipp Bandi kurz vor der 800m-Marke in Führung liegend. Im Stolpern, konnte ich eben noch über Bandi drüberspringen. Danach positionierte ich mich in der Kurve schlecht und musste mit meinem Angriff bis nach der Kurve warten. Ich leistete einen ersten Effort, konnte jedoch keine wirkliche Lücke zwischen mich und die anderen legen. Chengere leistete die Nachführarbeit und auch auf der Gegengerade, als ich nochmals steigerte, kam ich nicht mehr weg. So kam es wie es kommen musste: Nach der Zielkurve liefen nacheinander Chengere, Zwalen, Breit und Fuchs an mir vorbei und es blieb mir einmal mehr Rang vier an einer SM.
Viel kann ich mir nicht vorwerfen. Ich lief meine Taktik, wie vorgenommen, bis ins Ziel. Vielleicht wäre ein etwas früherer und energischer Angriff ertragsreicher geworden. Auch erreichte ich auf den letzten 500m nicht mehr den gleichen Speed, wie noch in Rio, als ich in Vorlauf und Halbfinal zweimal schnellere letzte 500m auf die Bahn brachte als gestern Abend in Basel.
Nichtsdestotrotz fühle ich mich weiterhin sehr gut und schaue zuversichtlich auf mein nächstes 1500m-Rennen in Regensdorf, für welches ein starkes Teilnehmerfeld gemeldet ist.
Ich möchte mich noch ganz herzlich bei all jenen bedanken, die mit mir mitgefiebert hatten. Insbesondere bei jenen, die gestern extra nach Basel ins Stadion Schützenmatte gereist sind, um mich vor Ort zu unterstützen! Merci euch allen!


