Bericht aus dem Trainingslager

29.12.2008
Vor zwei Tagen haben Nidy (800m-CH-Meister von Fribourg, etc.) und ich Gesellschaft von Stebi (Rolf Stebler) und Muni (Markus Hunziker, beide 800m) bekommen. Die beiden LCZ-ler bleiben bis zum 6. Januar und absolvieren annähernd das gleiche Trainingsprogramm wie wir.
Mir läuft es bisher – mit Ausnahme eines hoffentlich ohne Folgen bleibenden Missgeschicks – sehr gut. Vor einer Woche bin ich beim Aufwärmen während einer Hürdenübung mit dem rechten Fuss abgeknickt. Ich hatte grosses Glück im Unglück, denn ich konnte bisher alle Trainingseinheiten seither trotzdem absolvieren. Die Schwellung ist mittlerweile zurückgegangen, das ist positiv. Das Programm war bisher doch ziemlich intensiv, mit Priorität auf Sprints und Sprüngen. Die ersten beiden längeren Einheiten auf der hier harten Bahn – die Bahn auf dem Munot ist dagegen ein weicher Teppich – haben in unserer Muskulatur ebenfalls ihre Spuren hinterlassen. Wir trainieren fast jeden Tag zweimal und sind dabei praktisch jeden Tag im Stadion (oder Kraftraum) von Vila Real de Santo Antonio anzutreffen. Die Sportanlage – ein portugiesischer Olympiastützpunkt – liegt rund 15-Einlaufminuten von unserem Hotel in Monte Gordo entfernt und bietet optimale Trainingsbedingungen, die ich schon vom letzten Januar und von 2005 her kannte. Kraftraum und 60-m-Indoortrack sind da gleich hinter der Startkurve gebaut worden. Die grosse Anlage bietet des Weiteren mehrere Fussballplätze, eine Cross-Country-Piste, Hallenbad und Tennisplätze. Ein weiterer grosser Sportkomplex befindet sich (seit längerer Zeit) im Bau. Unsere Dauerläufe absolvieren wir im Pinienwald zwischen Monte Gordo und Vila Real de Santo Antonio. Und manchmal joggen wir auch gemütlich am Kilometerlangen Strand entlang. Nach schönem warmen Wetter (ca. 20 Grad) zu Beginn, hatten wir gestern und am Samstag etwas Regen und Wind. Nun nehmen wir noch die letzten 10 Tage unseres Trainingslagers in Angriff und hoffen auf weitere gute Trainings und wieder besseres Wetter. Zudem freuen wir uns jedes Mal über die Schweizer Erfolge in den Wintersportarten, die wir auf Euro Sport, unserem Lieblingssender, mitverfolgen. Bleibt noch zu sagen, dass wir uns beim Jassen von Spiel zu Spiel verbessern! ;-) Nun wünsche ich euch allen einen ganz guten Rutsch durch die Silvesternacht und einen gesunden Start ins 2009! Machets guet und bis bald, Marco

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Hakimi und Kern mit unterschiedlichen Weihnachtsplänen

13.12.2008
Ali Hakimi und Marco Kern erreichten beim topbesetzten Zürcher Silvesterlauf die Ränge 16 und 25 unter 42 Klassierten. Die Gesamtwertung des Post-Cups beendete Hakimi als Sechster. Haben das Lachen nicht verloren: Marco Kern und Ali Hakimi nach ihrem Auftritt beim 32. Zürcher Silvesterlauf.
(SN-Bericht von Manuel Stocker) In der letzten der insgesamt 7 Runden (8,8 km) kam das Zeichen. Und es war unmissverständlich. Er sterbe, signalisierte Ali Hakimi mit einer Handbewegung. Eine Runde zuvor hatte der Marthaler das Tempo noch halten können. Doch dann zogen Stephen Staehli und Johnny Morgenthaler, Hakimis direkten Widersacher im Post-Cup-Klassement, davon. „Am Schluss war ich froh, es überhaupt noch ins Ziel geschafft zu haben, das Niveau auf den Schweizer Strassen ist zurzeit extrem hoch“, befand der Athlet des LC Schaffhausen. In 27:09 büsste er als Gesamt-16. und 9. bester Schweizer knapp zwei Minuten auf Sieger Viktor Röthlin ein. Nach vier hochkarätigen Weihnachtsläufen innerhalb von vier Wochen brauche er nun eine Pause, bevor er sich auf die Hallen-Schweizermeisterschaften vorbereite. „Strassenläufe machen enorm Spass, aber die Basis lege ich auf der Bahn“, betont der frühere Olympia-Finalist über 1500 m, der sich schrittweise an längere Distanzen herantastet. Fürs nächste Jahr hat sich Hakimi vorgenommen, die 10 Kilometer erstmals unter 30 Minuten zu absolvieren. Kein Pappenstil, wie der 32-Jährige weiss: „Mental bin ich bereit, doch der Körper braucht seine Zeit für die Umstellung von den Mittel- zu den Langstrecken.“ Trainingslager statt Pause Noch keine Langstreckenpläne verfolgt Klubkollege Marco Kern. Der 21-jährige Schaffhauser fühlt sich auf den 800 Metern nach wie vor am wohlsten – obschon er für einen Mittelstreckler bereits über eine ausgezeichnete Ausdauer verfügt. In 27:45 war er beim Silvesterlauf zwar nicht mehr ganz so schnell wie im vergangenen Jahr. Dennoch entschied er den Vergleich mit Mario Bächtiger und Moritz Höft, den schnellsten 800-m-Läufern im 42-köpfigen Feld, für sich und liess mit dem Liechtensteiner Marcel Tschopp gar einen Marathon-Olympiateilnehmer hinter sich. Viel Zeit zur Erholung bleibt Kern indes nicht. Schon heute Dienstag reist der Sieger des „kleinen“ Basler Stadtlaufs zusammen mit dem mehrfachen Schweizer Meister und Hallen-EM-Kandidaten Christian Niederberger in ein dreiwöchiges Trainingslager nach Portugal. In Monte Gordo an der Algarve wollen sich die beiden 800-m-Spezialisten den letzten Schliff für die Hallensaison holen. „Marco wird in erster Linie an seiner Schnelligkeit arbeiten, ohne die Ausdauer zu vernachlässigen“, erklärt Trainer Daniel Rahm. Kern selbst freut sich vor allem auf die bekannte Infrastruktur und die gemeinsamen Trainings mit Niederberger, auch wenn er Weihnachten dafür erstmals nicht daheim mit seiner Familie und seinen Freunden verbringen kann. Junge Schaffhauser laufen aufs Podest Neben Ali Hakimi und Marco Kern, die beim Zürcher Silvesterlauf im Elitefeld starten durften, schafften drei junge Läufer aus der Region den Sprung aufs Kategorien-Podium. Der 22-jährige Colin Glattfelder vom LC Schaffhausen gewann als Gesamtdritter im „Run for Fun“ die Hauptklasse über 4,4 km. Klubkollegin Nicole Häusermann wurde bei den Schülerinnen A (Jahrgänge 1996 und 1997) über 1,4 km Zweite. Jasmin Marty vom Tristar Schaffhausen schliesslich erlief sich den dritten Platz bei den Mädchen B (Jahrgänge 1994 und 1995) über 2,6 km. (sto)

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Sieg in Basel

29.11.2008
Nach 5,5 Kilometern konnte ich wie im Vorjahr als Erster über die Ziellinie laufen. Dies hielt ich bis zum Schluss eigentlich nicht mehr für möglich, da vor mir noch ein Äthiopier lief. Anscheinend war dieser ab den vielen Leuten auf der Strecke jedoch so verwirrt, dass er nach 2,5 Runden weiterlief, anstatt in die Zielpassage einzubiegen. Mir konnte es egal sein. Ich hatte bis ins Ziel alles für diese gute Platzierung gegeben.
Wie schon in den letzten beiden Jahren entschieden wir uns für die kürzere 5,5-km-Strecke, als für den 10-km-Lauf im Elitefeld. Der Nachteil an der kürzeren Distanz sind die vielen Läuferinnen und Läufer auf der 1,5-km-langen Rundstrecke, die einander zum Teil erheblich behindern. Um 18:10 gingen so nicht weniger als 1003 Läufer (Kategorien Junioren, Männer 20, Männer 30) auf die 2,5 Runden durch die Basler Altstadt. Auf der ersten Runde überholten wir gar noch die vor uns gestarteten Frauen, wobei es zu ersten kritischen Überholmanövern kam. Auf der zweiten Runde begann dann wie üblich, das Chaos. Wir waren in der Spitzengruppen noch zu viert vorne vertreten, als wir mit den Überrundungen begannen. Ein wahrer Hindernislauf! Mitten im Gedränge drin musste ich vor der letzten Überquerung der Wettsteinbrücke in Kleinbasel zweimal abbremsen und mir wieder einen neuen Weg suchen. Dabei verlor ich den Anschluss an einen Äthiopier und an einen deutschen Junior. Mit einem weiteren Läufer im Schlepptau konnte ich aber bis eingangs Freie Strasse (abfallende rund 500-m-lange Zielgerade mit tausenden Zuschauern am Streckenrand!) wieder zum Deutschen aufschliessen. Doch beide entwischten mir wieder, lancierten ihre Angriffe. Ich versuchte zu reagieren und wollte den bestmöglichen Weg durch die Läufermassen suchen. Ich kam nochmals zurück und zog am Deutschen vorbei, dann am späteren zweiten Lukas Salvisberg, und sah wenige Meter vor dem Ziel sogar den Äthiopier nur noch wenige Meter vor mir. Zu meiner Überraschung bog er jedoch nicht links ins Ziel ein, sondern lief auf der Strecke weiter. Ich überquerte jedoch, wie im Vorjahr als Erster des gesamten Laufes die Ziellinie. Nach einem wahrlich harten Rennen, von dem ich mich nicht sogleich erholte. Nach dem zweiten Gesamtrang (1. Rang Junioren) 2006, meinem Vorjahressieg in der Overall-Wertung (1. Rang M20) 2007 freue ich mich über den erneuten Gesamtsieg über 5,5km (ebenfalls 1. Rang M20) in diesem Jahr und die allgemein gute Bilanz. Meine Endzeit von 16:45,4 (3:02min/km) war trotz des grösseren Gedränges in diesem Jahr nur 10 Sekunden langsamer als 2007, als ich Streckenrekord lief. Das Rennen war in diesem Jahr auch unrhythmischer, was auch nicht förderlich war, um eine schnellere Zeit zu laufen. Zudem war es etwas kälter. Nun fahre ich nächstes Wochenende zu meinen Deutschen Kollegen von der LG Badenova Nordschwarzwald und werde mit ihnen während dem Trainingswochenende noch einen langen Crosstestlauf bestreiten. Eine Woche später starte ich dann, bevor ich am Dienstag, 16. Dezember ins Trainingslager nach Portugal reise, im Elitelauf des Zürcher Silvesterlaufs über 8,8 Kilometer. Dieser Lauf geht über sechs Runden und bietet schnelles Laufspektakel mit den Schweizer Topläufern Viktor Röthlin, Philipp Bandi und Co. sowie Topathleten aus dem Ausland. Der Start ist um 14:00 und Zürich an einem Sonntagnachmittag nicht allzuweit entfernt. Ich würde mich über jede Unterstützung am Streckenrand freuen. Bis bald, Marco

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Dritter am LWS-Crosstest

03.11.2008
Sieger der diesjährigen Ausgabe des LWS-Crosstest oberhalb von Neuhausen (Start und Ziel bei der Collinetta-Hütte) war mein Trainingspartner Ali Hakimi.
Bei schwierigen Bodenverhältnissen und kaltem Wetter war Ali am Samstag der Stärkste aus dem Spitzentrio. Nach der ersten von drei Runden führte ich das Trio noch an, nachdem ich auf den ersten 3 Kilometern für das Tempo sorgte. Doch danach hatte ich auf der zweiten Runde noch vor dem steilsten Anstieg erste Probleme. Konnte aber am höchsten Punkt wieder an meine Trainingspartner heranlaufen. Das Terrain war von nassem Laub und einigen Partien mit Schneematsch versehen, was beim hohen Tempo höchste Konzentration erforderte. Nach dem Teilstück, welches bergab Richtung Ziel führte konnte sich Ali leicht absetzen und ging knapp vor Andy und mir auf die letzte Runde. Da konnte ich anfangs nicht mehr gut mithalten und verlor bis zum höchsten Punkt der Strecke etwa 60 Meter auf Andy und 20 Meter auf Ali. Im Gegensatz zu Ali konnte ich aber nicht so schnell umschalten und musste ihn ziehen lassen. Dafür kam ich immer näher an Andy heran. Trotz hartem Fight konnte ich den Rückstand auf ihn nicht mehr wegmachen und so fehlten im Ziel nur 4 Sekunden. Ali rehabilitierte sich für den Berglauf in Beringen vor einer Woche, wo er am Berg einen Einbruch erlitten hatte und gewann 9 Sekunden vor Andy und 13 Sekunden vor mir. Nun stehen erstmals vier weitere Trainingswochen an, ehe ich wie in den letzten Jahren am 29. November in Basel den Stadtlauf bestreiten werde. Bis bald, Marco

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Impressionen vom 1. Supporter Club Apéro

01.11.2008
Und schon ist der 1. Supporter Club Apéro vorbei! Ich möchte mich an dieser Stelle nochmals bei allen ganz herzlich bedanken, die am letzten Dienstag in der Kulturgaststätte Sommerlust dabei sein konnten. Einen grossen Dank möchte ich auch meinem Hauptsponsor der Bank Wegelin & Co. Schaffhausen aussprechen, dessen Team mir in der Vorbereitung zur Seite gestanden ist und grosszügiger Weise den ganzen Abend offeriert hat.
Für mich war es eine Super-Sache, dass mit rund 80 Supporterinnen und Supportern (von total 125), Gästen und Freunden richtig viele Leute den Saal in der Sommerlust gefüllt hatten. Zum ersten Mal habe ich nun auf einen Blick gesehen und realisiert, wie viele Leute mich unterstützen. Nach meiner halbstündigen Power-Point-Präsentation durften wir alle das wunderbare Sommerlust-Apéro-Buffet geniessen. Dabei ergaben sich zahlreiche interessante Unterhaltungen. Das Schöne daran war, dass sich die Supporterinnen und Supporter untereinander kennen lernen konnten. Zum Teil ergaben sich dadurch auch unerwartete Wiedersehen, was zu lustigen Situationen führte. Leider konnten nicht alle Mitglieder des Supporter Clubs dabei sein. Aber dies wird wahrscheinlich nicht der letzte Apéro gewesen sein und so klappt es für diejenigen vielleicht beim nächsten Mal oder bei einer anderen Gelegenheit. Ich habe den Abend sehr genossen und bin hochmotiviert wieder in meinen Trainingsalltag eingestiegen. In den nächsten beiden Wochen werde ich zudem meine Homepage weiter aktualisieren (mit den Bildern vom Apéro!) und so unter anderem auch die Logos meines Hauptsponsors der Bank Wegelin & Co. und der Co.-Sponsoren Redy Sport und Brooks aufschalten und verlinken. Ebenfalls werde ich den neuen Kalender mit den neuen Wettkampfdaten aufschalten, damit ihr einen Überblick erhält, wo und wann ich demnächst im Einsatz zu sehen sein werde. Danke für eure Unterstützung, ihr seid einfach super! Bis bald, Marco

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Hallen SM (18.02.2012)

St. Gallen

Rang Name
1 Julien Lyon
2 Michel Brügger
3 Jérome Schaffner
6 Marco Kern

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