Erhoffte Medaille knapp verpasst

03.08.2009
Im SM-Finale über 1500m von gestern Nachmittag hatte ich mir eine Medaille zum Ziel gesetzt. Mit Rang fünf und 0,66 Sekunden hinter Rang 3 ist mir mein Vorhaben schlussendlich knapp nicht gelungen.
Es hatte nicht viel gefehlt. Diese Tatsache nützt mir im Nachhinein aber nicht viel und vertuscht auch nicht meine Enttäuschung. Eine Zehntelsekunde der Unachtsamkeit hatte gereicht, um das Rennen nicht erfolgreich ins Ziel zu laufen. Auf ein Tempoforcing von Langstreckenspezialist Philipp Bandi zwei Runden vor Schluss konnte ich locker mitgehen und fortan an dritter Stelle laufen. Dann, 300 Meter vor dem Ziel, blieb ich hinter Mirco Zwahlen auf Bahn 1 laufend anstatt auf die zweite Bahn hinauszuziehen, um damit einen Angriff von hinten verhindern zu können. In diesem Moment attackierten Ali Hakimi, Raphael Fuchs und Michael Geissbühler. Auf die zweite Bahn konnte ich so nicht mehr ausweichen, war in der Zielkurve innen eingeklemmt, was meinen Lauf bremste. Aus der Kurve heraus konnte ich zwar noch einen Rang gut machen, doch vermochte ich den kleinen Rückstand im harten Schlussspurt nicht mehr wettzumachen.

Start zum 1500m Final...


1. Runde und noch sind die Positionskämpfe voll im Gang


Noch 700m zu laufen, das Tempo ist schneller geworden


Noch 300m: einen Moment nicht aufgepasst und schon bin ich eingeklemmt


Auf der Zielgeraden reichts nicht für unter die ersten drei

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Selektion zum U23-Länderkampf in Berlin!

06.08.2009
Dank meinen Zeiten über 1500m in der ersten Saisonhälfte (PB: 3:47,02) wurde ich, wie 39 andere U23-Athletinnen und Athleten für den Länderkampf in Berlin selektioniert, wie auch heute in den Medien (Schaffhauser Nachrichten, www.swiss-athletics.ch) zu lesen ist.
Die WM-Organisatoren veranstalten am Donnerstag, 13. August einen Nachwuchs-Länderkampf mit Teams aus Deutschland, Polen sowie einer kombinierten Mannschaft aus der Schweiz und Österreich. In jeder WM-Bahn-Disziplin startet eine U23-Athletin und ein U23-Athlet im Schweizer Dress. Anschliessend hat das Nachwuchsteam die Möglichkeit, den ersten Tag der WM (15. August) live im Stadion mitzuverfolgen. Gestern absolvierte ich zudem meinen ersten richtigen 3000m auf der Bahn. Am gestrigen Int. Abendmeeting in Langenthal sollte dieser Einsatz als Ausdauertest dienen. In einem nicht so gut besetzten Rennen, das von Triathlet Sven Riederer in 8:26,43 gewonnen wurde, machte ich viel Tempoarbeit und lief als Zweiter in 8:27,92 ein. Ziel war es, im ersten Rennen einmal unter 8:30 zu bleiben, was somit gelang. Vielleicht werde ich gegen Ende der Saison nochmals einen Abstecher auf diese Distanz unternehmen, um in einem stärkeren Teilnehmerfeld die 8:20er-Marke anzugreifen. Meine nächsten Einsätze sind in Regensdorf (11.8.) und in Berlin (13.8.), wo ich beide Male die 1500m laufen werde.

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Rückblick auf meinen "Berliner"-Einsatz

23.08.2009
Die letzten zwei Wochen waren sportlich sehr lehrreich und die Tage rund um den U23-Länderkampf und den WM-Besuch im Berliner Olympiastadion unvergesslich...
Mit meinen sportlichen Leistungen in den letzten drei 1500m kann ich zufrieden sein. Allerdings hat sich dabei im gleichen Zug leider noch keine neue persönliche Bestleistung eingestellt. Und so bleibt - trotz konstanten Leistungen nacheinander von 3:47,49 (Regensdorf), 3:47,62 (Berlin, D) und 3:48,66 (Bern) - meine PB von 3:47,02 (Regensburg, D) vom 7. Juni vorläufig bestehen. Mein sportliches Highlight in der bisherhigen Saison durfte ich aber mit Sicherheit im Berliner Olympiastadion am U23-Länderkampf (GER-POL-SUI/AUT), der zwei Tage vor dem WM-Start als Hauptprobe für den Organisator diente, erleben. Bei meinem zweiten Einsatz im Schweizer Nati-Dress, nach der U20-Cross-EM in Italien vor drei Jahren, gelang mir bisher der beste Wettkampf in dieser Saison. In einem Rennen, in das ich mit Melderang sechs als Aussenseiter startete, das von den beiden Deutschen zu Beginn extrem schnell angegangen wurde, fand ich einen sehr guten Rhythmus und fühlte mich so wohl wie nie zuvor. Nach 900m konnte ich zu den Deutschen aufschliessen, die das Tempo nun deutlich zusammenfallen liessen, was auf eine schnelle Schlussrunde deutete. Mit unter 44,0sek auf den letzten 300m konnte ich dann sogar beinahe noch meine PB verbessern. Doch immerhin setzte ich mich klar gegenüber den Polen und dem Österreicher durch und kam zum Schluss noch bis auf 0,30sek an den zweitplatzierten Deutschen Johannes Raabe heran. Damit war ich neben Lisa Urech (2., 100m Hürden) und Clélia Reuse (3., Weitsprung) der dritte Athlet des Teams mit einem Podestplatz. Neben dem Wettkampfeinsatz war dann natürlich auch das ganze Drumherum in Berlin ein Super-Erlebnis. Eigene Akkreditierung, Auftreten in der Schweizer Nationalteam-Bekleidung, Essen mit den Stars im Athletenhotel, die einwandfreie Organisation und Betreuung durch die Nationaltrainer, das wunderbare Hotel, die Eröffnungszeremonie am Brandenburgertor und natürlich der Stadion-Besuch am WM-Auftaktstag vergangenen Samstag. Alle positiven Eindrücke im Gesamten gaben mir Motivationsschübe und versetzten uns Athleten in einen Zustand der Dauer-Euphorie! Die vier Tage in Berlin haben soviel Lust auf mehr gemacht und mir auch gezeigt, dass ich sicher den richtigen Weg eingeschlagen habe, es auf diesem Weg aber auch noch sehr viel zu tun gibt.

An der WM angekommen


Zwei Tage vor der WM herrscht noch Ruhe...


...im wunderbaren Olympiastadion


Riesige Videowand


Teamkolleginnen und Teamkollegen


Überdimensionaler Speer in einem Gebäude am Potsdamerplatz


WM-Auftakt am Samstagmorgen


Swiss Supporters


...


Jan, Mario und Tobias (v.l.n.r.)


Altehrwürdiges Schwimmstadion

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Gelungenes 800m-Rennen: 3. in 1:51,32

02.09.2009
Das Munotmeeting war aus meiner Sicht rundum ein schöner Erfolg. Nicht nur mein Resultat - 1:51,32 ist meine insgesamt zweitbeste Zeit, die ich über 800m gelaufen bin - war hinsichtlich auf die U23-SM (1500m) vom kommenden Wochenende zufriedenstellend, auch der Supporter Club Imbiss beim AXA-Winterthur-Zelt mitten auf der Anlage hat mich sehr erfreut.
Ich fand es toll, dass während des Rennens um 13:45 über 40 Supporterinnen und Supporter uns 800m-Läufer lautstark unterstützten! Das Zuschauerinteressen für unser Rennen war ohnehin beachtlich. So zählten wir im Bereich der letzten 50m und im Ziel rund 200 Leute, was mich hoffen lässt, dass wir in Zukunft das Interessen an der Leichtathletik, dem LC Schaffhausen und seinen Athleten noch werden steigern können. Dazu möchte ich als Läufer mit meinen sportlichen Leistungen soviel wie möglich beitragen. Vor heimischem Publikum zu laufen, ist am Schönsten! Ich möchte mich noch einmal bei allen bedanken, die mich am Sonntag auf der Munotsportanlage unterstützt und auch im AXA-Winterthur-Zelt vorbeigeschaut haben. Herzlichen Dank auch an Clemens Bohle von der AXA-Winterthur-Agentur in Schaffhausen, der das Material zur Verfügung gestellt hat. Ich freue mich jetzt schon auf den Donnerstag, 22. Oktober und den 2. Supporter Club Apéro in der Sommerlust. Bis bald, Marco

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Sommersaison endet mit Entäuschung

16.09.2009

Mit einem 3. Rang an der U23-SM über 1500m in Bellinzona (6. September) und einem enttäuschenden 5. Rang mit der Américaine-Staffel an der Staffel-SM in Winterthur (13. September) endete meine ansonsten beste Sommersaison mit zwei Enttäuschungen.

Mit ein paar Tagen Abstand kann ich den beiden Negativ-Erlebnissen in Bellinzona und Winterthur wieder Positives entnehmen: die Motivation und mein innerer Antrieb sind damit gestiegen. Die Ziele für die nächste Saison 2009/10 haben wir bereits gesteckt. Und es wird so Einiges los sein...soviel bis zum Supporter Club Apéro (22.10.09) schon mal vorweg! An der U23-SM (meiner letzten) ging ich als Saisonschnellster und Topfavorit auf meinen ersten Titel in einer Nachwuchskategorie an den Start des 1500m-Finals. Ich wollte das Rennen bestimmen und entweder vom Start an schnell machen oder im Falle von Wind nach 700m angreifen. Ich entschied mich für die zweite Taktik und lief nach einer harten Tempoverschärfung die letzten 800m von vorne weg. Doch die härtesten Konkurrenten vermochten dran zu bleiben und sparten in meinem Windschatten die entscheidenden Kräfte für die letzten 100m. Ich konnte sowohl den Angriff von Geissbühler als auch von Repond nicht mehr kontern und verpasste an Nachwuchsmeisterschaften einmal mehr den Titel. Mit Titelambitionen war ich zusammen mit Ali Hakimi und Christian Lenk in Winterthur auch für die prestigeträchtige Américaine-Staffel (3000m frei aufgeteilt, meist in 200m-Abschnitten zurückgelegt)angetreten. Doch auf dem letzten Kilometer konnten wir nicht mehr mit der Spitzengruppe mithalten und fielen leider deutlich aus den Medaillenrängen. Nächstes Jahr werden wir es natürlich erneut versuchen. Und dann vielleicht auch wieder über 3x1000m. Jetzt gönne ich mir diese Woche erst einmal ein paar lockere Tage und beginne dann nächste Woche wieder mit dem Aufbautraining.

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