Morgen geht's nach Rio de Janeiro

14.07.2011

Nun sind es nur noch wenige Stunden bis nach Rio de Janeiro Military World Games 2011und den 5. Militärweltspielen. Morgen früh ist der Treffpunkt beim Flughafen Zürich Kloten um 0445. Via Lissabon werde ich mit der Schweizer Delegation am Nachmittag in der Brasilianischen Metropole landen. Die Zeitverschiebung beträgt fünf Stunden.

Offizielle Website Rio 2011

Die Teilnahme an den Military World Games (MWG) über 1500m wird für mich der erste Grossanlass meiner Karriere auf der Bahn werden. Und ganz bestimmt ein Highlight meiner Leichtathletiksaison 2011.

MWG 2011 RioHier einige Informationen zu den Spielen von der Website des Schweizer Heers:

 "Die Schweizer Armee reist mit knapp 100 CISM-Sportlern und Funktionären an den Ort, wo 2016 die Olympischen Sommerspiele über die Bühne gehen werden. 

Die alle vier Jahre stattfindenden Military World Games bilden die bedeutendste Veranstaltung im Kalender des Conseil International du Sport Militaire (CISM). Der Grossanlass in Rio de Janeiro – erwartet werden 8000 Athleten und Betreuer aus über 100 Nationen – gilt sowohl für die Teilnehmer als auch für die Organisatoren als erster Test im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2016 am Zuckerhut. Erfahrungsgemäss geht rund ein Viertel aller Olympiamedaillen an CISM-Sportler.

Medaillenjagd in neun Sportarten

Einer, der bereits CISM- und Olympiaerfahrungen vorweisen kann, ist der erneut im Aufgebot stehende Leichtathlet Julien Fivaz. 2007 gewann der nationale Weitsprungrekordhalter an den Militärweltspielen in Hyderabad (Indien) Silber und damit die einzige Schweizer Einzelmedaille.

Ein weiteres Edelmetall gab es damals im Fallschirmspringen (Bronze im Team). Vier Jahre später sollen es in Rio de Janeiro mindestens doppelt so viele Podestplätze werden. Neben der Leichtathletik und dem Fallschirmspringen umfasst die Schweizer CISM-Delegation die Disziplinen Fechten, Judo, Moderner Fünfkampf, Orientierungslauf, Schiessen, Schwimmen und Triathlon (insgesamt neun der 20 ausgetragenen Sportarten)."

 

 

 

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Selektioniert für Militärweltspiele in Rio de Janeiro

07.07.2011

Nachdem ich die Universiade einen Tag vor Ablauf der Qualifikationsphase um 2/100 verpasste, wurde ich diese Woche für die Military World Games (MWG) in Brasilien selektioniert. Mit meinen 3:45,02 von Uden schob ich mich mit der letzten Möglichkeit wieder vor Stefan Breit (3:45,66), was schlussendlich zur Selektion führte.

Die letzten knapp zwei Wochen waren ziemlich intensiv, deshalb an dieser Stelle ein Rückblick.

Die Ausgangslage vor dem Rennen in Metz über 1500m sah so aus, dass ich hinter Zwahlen (3:44,24), Geissbühler (3:45,07) und Bächtiger (3:46,32) mit bis dahin 3:46,93 an vierter Stelle der Saisonbestenliste lag. Nach dem Rennen in Metz am Montagabend verbesserte sich Bächtiger auf 3:45,11 und Stefan Breit lief ebenfalls persönliche Bestleistung mit 3:45,53 und schob sich noch vor mich. Somit hatte er wieder die zweite Position hinter Zwahlen für Rio inne, da Bächtiger die Pole-Position über 800m bis dahin besass und Geissbühler schon länger seinen Verzicht auf Rio erklären musste. Mein Ziel hiess aber immer noch 3:45,00-Limite für die Universiade. Darauf konzentrierte ich mich und diese Norm wollte ich in Lausanne in einem auf Stefan Breit und mich ausgerichteten Rennen mit zwei Pacemakern bis 1100 Metern erreichen.

Leider kam es an der Athletissima anders und zweitens, als ich mir vorgestellt hatte. Meine Tagesform passte nicht. Ich ging zwar das Tempo mit den Pacemakern mit, vermochte aber die ersten 800m nicht relaxt zu laufen und wurde ab 900m immer langsamer. Als ich bei 1100m alleine vorne war und bei 1200m schon 2 Sekunden über der Zeit lag, stieg ich aus um Kräfte zu sparen für die letzte Chance in Uden. Angenehm war dies nicht - an der Athletissima und vor diesem tollen Publikum das Rennen aufzugeben - und selten war ich nach einem Rennen so enttäuscht.

Die Ausgangslage hatte sich mit Lausanne also nicht verändert und es blieb mir noch die letzte Chance in Uden. Von keiner Grossanlass-Teilnahme über MWG in Rio oder Universiade in China war noch alles möglich. Mit der Startmöglichkeit in der ersten Serie stieg meine Zuversicht und ich wollte einfach "All-in"-Gehen. Der Rest ist bekannt (Anm. zum letzten News-Eintrag). 

So bleibt mir nun die Grossanlass-Teilnahme in Rio vom 16. bis 24. Juli, worauf ich mich natürlich freue und meine weiter ansteigende Form für ein gutes Resultat nützen will. Zudem wird dies wahrscheinlich mein einziger Militär-WK in Brasilien werden - schon ein cooles Privileg! Hiermit will ich nochmals auf das Duell mit Stefan Breit zurückkommen, dem ich die Teilnahme in Rio wirklich sehr gegönnt hätte. Denn es war eine spannende und intensive Woche, die uns sicher pushen wird für die Zukunft. Allein schon für die anfang August stattfindenden Schweizermeisterschaften in Basel (5./6. August) präsentiert sich die Situation über 1500m äusserst spannend.

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Zum Abschluss der Quali-Rennen pB gelaufen

03.07.2011

Beim Mondo Keien Meeting in Uden (Hol) lief ich die 1500m zum Abschluss meiner Quali-Rennen in 3:45,02 und damit in neuer pB. Für die Qualifikation zur Universiade in Shenzhen hätte ich 3:45,00 gebraucht.

Hier der Link zum Rennen live on Flotrack.org - schaut rein!

Wenige Stunden vor dem Start erhielt ich vom Meeting-Direktor die Bestätigung doch noch in der ersten Serie starten zu dürfen. Somit erhielt ich zum ersten Mal die ausgezeichnete Chance in einem internationalen Klassefeld zu laufen. Und ich war überzeugt, diese für eine Zeit unter 3:45 zu nutzen. Ich fühlte mich sehr gut, lief anfangs auf Position 12 und arbeitete mich im Rücken des Belgiers Kim Ruell laufend bis auf Position 8 vor und blieb bis auf die letzte Runde dran. 58, 60 und 58 Sekunden betrugen meine Rundenzeiten bis 300 Meter vor der Ziellinie. Obwohl ich den Kontakt ab dann nicht mehr halten konnte, betrug mein Polster auf die 3:45,00 bei 1300m noch ungefähr drei Sekunden. Ich wusste da, dass ich meine pB deutlich verbessern konnte. Der Kopf wollte, doch meine Beine auf den letzten 150 Metern nicht mehr. So belegte ich im Ziel noch den 10. Rang und die Uhr stoppte bei 3:45,02. Noch weiss ich nicht, ob ich enttäuscht über die 2/100 Sekunden bin oder darüber, dass ich auf den letzten 200 Metern eine deutlichere pB nicht bis ins Ziel laufen konnte.

Im Vergleich mit den weiteren Schweizer Mittelstreckenläufern, stehe ich über 1500m nun wieder an der zweiten Position der Saisonbestenliste und wäre somit doch noch für die Military World Games von Rio de Janeiro von Mitte Juli qualifiziert. Die Selektionsentscheide fallen in den nächsten Tagen. 

Auf jeden Fall war dies eine spannende und aufreibende Woche mit diversen Auf und Ab's. Nach den 3:45,66 vom Montag in Metz und der enttäuschenden Aufgabe vom Donnerstag an der Athletissima in Lausanne, bin ich zufrieden, dass ich mich gestern nochmals zu steigern vermochte. Auch wenn es zum Schluss nicht schneller ging, hat mir das gestrige Rennen wichtige Erfahrung und viel Selbstvertrauen gegeben.

Link zum Artikel: Zum Abschluss der Quali-Rennen pB gelaufen

Start in die letzte Quali-Woche mit 3:45,66 in Metz

28.06.2011

Gestern Montagabend belegte ich beim Internationalen Meeting in Metz (F) über 1500m in Saisonbestzeit von 3:45,66min Rang 7 in der B-Serie. Im ersten Limiten-Versuch dieser Woche reichte es noch nicht für die Quali.

Bei sehr guten äusserlichen Bedingungen lief ich gestern meine zweitbeste Zeit und blieb mit 0,08sek nur knapp über meiner pB aus dem letzten Jahr. Nun bleiben mir mit Lausanne am Donnerstag und Uden (Hol) am Samstag noch zwei Möglichkeiten um die geforderte Limite von 3:45.00 für die Universiade zu unterbieten. Der Lauf fühlte sich gestern schon mal gut an und ich bin zuversichtlich für den "Schlussspurt".

Resultate Metz

Link zum Artikel: Start in die letzte Quali-Woche mit 3:45,66 in Metz

Mit Rang 8 über 3000m fünf Punkte beigetragen

21.06.2011

An meiner ersten Team-EM für die Schweiz lief ich in einemTeam EM 2011 Izmir taktischen 3000m-Rennen in 8:16,29min auf den 8. Rang. Dies bedeutete fünf Punkte fürs Schweizer Team. Auf den letzten 200 Metern vermochte ich nicht mehr mit den besten sieben Läufern mitzuhalten. Mit dem Team schafften wir den sensationellen 7. Schlussrang (unter 12 Ländern) und gehören damit zu den Top-20-Nationen Europas.

Gestern ging das Erlebnis Team-EM First League Izmir um 18.00 am Flughafen Zürich-Kloten zu Ende. Mit positiven internationalen Wettkampf-Erfahrungen und vielen tollen Eindrücken kehrte ich aus der Türkei zurück. Den Zusammenhalt und die ausgezeichnete Stimmung im Team nehme ich als grosse Motivation mit in meine nächsten entscheidenden Rennen von kommender Woche. 

Mit meinem Rennen bin ich zufrieden. Gerne hätte ich einen Exploit gezeigt, doch dass mir das entsprechende Training doch fehlt, zeigte sich auf den letzten 200 Metern, als ich chancenlos war den besten sieben Läufern zu folgen. Bis dahin hatte ich jedoch meine mit Mittelstrecken-Disziplinencoach Louis Heyer abgesprochene Taktik umgesetzt. Von meiner Ausgangslage her, war es nicht meine Aufgabe, vor dem Feld das Tempo zu machen, also hatte ich mich möglichst kräftesparend im Feld aufzuhalten, um mich so auch vor den windigen Bedingungen zu schützen. Nach einem nicht wirklich schnellen ersten Kilometer (2:46min) fiel das Tempo noch weiter zusammen, da keiner der Favoriten für das Tempo sorgen wollte. Somit hatte ich keine Mühe dranzubleiben, auch als es dann auf dem letzten Kilometer schneller wurde. Beim Sprint auf der letzten Runde waren meine Defizite dann zu gross, um noch den ein oder anderen Konkurrenten hinter mir zu lassen.

Dennoch hatte ich die Budgetvorgabe des Verbands bestätigt und mich mit dem 8. Rang einen Platz gegenüber meiner Meldeposition verbessert. Nun freue ich mich auf meine drei Quali-Rennen von nächster Woche in Metz (Montag), Lausanne (Donnerstag) und Uden (Samstag). Da will ich die geforderte Universiade-Limite über 1500 Meter von 3:45,00 Minuten unterbieten. 

 

Bericht Swiss Athletics

Resultat 3000m

Bilder (von Terry McHugh, Mario Bächtiger)

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