Darmstadt und Biel: Positive Bilanz nach zwei Cross-EM-Selektionsläufen

30.11.2009
Gestern fand der letzte von zwei Selektionsläufen zur Cross-Europameisterschaft in Dublin (13. Dezember) statt. Dank einer Leistungssteigerung gegenüber Darmstadt erreichte ich am Internationalen Bieler-Cross Rang 4 bei den Männern und wurde Zweiter im U23-Vergleich.
Beim Internationalen Cross in Darmstadt (De) erlebte ich vor Wochenfrist nicht meinen besten Tag. Obschon sich der Rückstand auf den Sieger (Musa Roba Kinkal, De) mit +1:13min auf 8,5km (+0:58min auf 7,8km in Pforzheim, De) in Grenzen hielt, belegte ich nur den 14. Rang. In Pforzheim hatte ich mir noch den 4. Rang erkämpft. Doch die Konkurrenz war um einiges grösser und da es mir nicht gleich flüssig lief, büsste ich dadurch gleich einige Ränge mehr ein, was nicht ganz meinen Erwartungen entsprach. Hinter Christoph Ryffel (2.) und Maxime Zermatten (12.) war ich drittbester Schweizer. Meine Chancen für eine EM-Qualifikation waren danach zwar noch intakt, doch musste und wollte ich mich gestern in Biel noch einmal steigern und damit den Selektionskomissären empfehlen. Dies gelang dann auch wesentlich besser. Auf dem welligen Rundkurs (8km à 1,6km), der einem Waldlauf à la Neuhauser LWS-Crosstest glich, konnte ich das Tempo von Zermatten und vor allem von Ryffel gut mitgehen. Eine Runde vor Schluss konnte sich entgegen meinen Erwartungen Zermatten leicht absetzen. Ryffel konnte nicht mehr zusetzen und so machte ich mich alleine auf Zermattens Verfolgung. Nach hartem Verfolgungsrennen blieb ich zum Schluss in 24:27min (3:03min/km) um +0:10 hinter dem Walliser aber um +0:08 vor Ryffel. Damit habe ich gegeben, was ich hatte. Am kommenden Donnerstag erfolgt der Selektionsentscheid für die EM in Dublin (Irl) durch Swiss Athletics.

Hektische Startphase beim Internationalen Cross in Darmstadt


1. Runde


2. Runde


Ich verlor den Kontakt zur Spitze


Zum Schluss blieb ich hinter Maxime Zermatten zurück


Noch eine Runde, endlich... (Bilder Ralph Kern)

Link zum Artikel: Darmstadt und Biel: Positive Bilanz nach zwei Cross-EM-Selektionsläufen

Denkbar knappe Post-Cup-Entscheidung um Rang 3

12.12.2011

Am 35. Zürcher Silvesterlauf lief ich als Top 5 des Post-Cups 2011Zehnter auf den angestrebten Top-Ten-Platz und klassierte mich als viertbester Schweizer. Trotz einer sehr guten Leistung fiel ich im Post-Cup noch auf den sehr undankbaren 4. Rang zurück.

Post-Cup 2011. Männer. Schlussrangliste: 1. Philipp Bandi 150 Pte. 2. Christian Kreienbühl 117 Pte. 3 Michel Brügger 105 Pte. 4. Marco Kern 105 Pte. 5. Viktor Röthlin 92 Pte (Bild links, Hugo Rey.).

Resultate Silvesterlauf

Post-Cup

Galerie

Nach sieben Runden und 8.8 Kilometer durch Zürichs Strassen schaffte ich als 10. erneut die Top-Ten-Klassierung. Und ich verlor in meinem dritten (Über-)Distanzrennen nach Bulle und Basel noch weniger Zeit auf die Schweizer Top-Cracks Philipp Bandi (24") und Viktor Röthlin (16"), belegte in der Post-Cup-Tageswertung der besten Schweizer jedoch gleichwohl Rang 4, da Michel Brügger auf der Zielgeraden mit einer starken Leistung Marathoneuropameister Röthlin zu bezwingen vermochte. Damit war es klar, dass mich Röthlin trotz der doppelten Punktevergabe in Zürich in der Post-Cup-Gesamtwertung nicht mehr überholen konnte. Doch Brügger vermochte dank seinem Effort den Rückstand auf mich wettzumachen und gleich zu ziehen: beide 105 Punkte, beide 5 Rennen gelaufen. Beide einmal auf Rang 2. Michel Brügger jedoch klassierte sich zweimal im dritten Rang, wohingegen ich nur einmal den dritten Rang belegte, womit das Reglement zu seinen Gunsten entschied. Das war im ersten Moment natürlich bitter für mich und die Zufriedenheit mit meiner sehr guten Laufleistung rückte zuerst in den Hintergrund. 

Das Rennen hatte ich gut begonnen. Ich lief auf der ersten Runde in der Spitzengruppe mit, ehe die Kenianer das Tempodiktat übernahmen. Ich fiel etwas zurück, schloss dann jedoch die Lücke zur Verfolgergruppe mit Röthlin, Brügger und dem Italiener Pedotti alleine. Und blieb bis nach der Hälfte des Rennens dran! Die Stimmung am Streckenrand war grandios und ich möchte allen herzlich danken, die mich gestern lautstark unterstützten - war einfach super!

Dieser Support half mir vor allem im letzten Renndrittel, als ich oft alleine lief, mein Tempo weiterzulaufen und mich insbesondere auf der letzten Runde gegen die heranstürmenden Konkurrenten wie OL-Weltmeister Daniel Hubmann oder Paolo Pedotti mit einer Tempoverschärfung erfolgreich zu wehren.

Nun ist das Wettkampfjahr 2011 für mich zu Ende gegangen. Vor einem Jahr begangen an gleicher Stätte meine Verletzungsprobleme, doch nun kann ich sagen, dass ich gesund bin. Zudem fallen das Fazit des ersten Trainingsblocks positiv und mit dem Post-Cup auch erfolgreich aus.

Link zum Artikel: Denkbar knappe Post-Cup-Entscheidung um Rang 3

Dritter am LWS-Crosstest

03.11.2008
Sieger der diesjährigen Ausgabe des LWS-Crosstest oberhalb von Neuhausen (Start und Ziel bei der Collinetta-Hütte) war mein Trainingspartner Ali Hakimi.
Bei schwierigen Bodenverhältnissen und kaltem Wetter war Ali am Samstag der Stärkste aus dem Spitzentrio. Nach der ersten von drei Runden führte ich das Trio noch an, nachdem ich auf den ersten 3 Kilometern für das Tempo sorgte. Doch danach hatte ich auf der zweiten Runde noch vor dem steilsten Anstieg erste Probleme. Konnte aber am höchsten Punkt wieder an meine Trainingspartner heranlaufen. Das Terrain war von nassem Laub und einigen Partien mit Schneematsch versehen, was beim hohen Tempo höchste Konzentration erforderte. Nach dem Teilstück, welches bergab Richtung Ziel führte konnte sich Ali leicht absetzen und ging knapp vor Andy und mir auf die letzte Runde. Da konnte ich anfangs nicht mehr gut mithalten und verlor bis zum höchsten Punkt der Strecke etwa 60 Meter auf Andy und 20 Meter auf Ali. Im Gegensatz zu Ali konnte ich aber nicht so schnell umschalten und musste ihn ziehen lassen. Dafür kam ich immer näher an Andy heran. Trotz hartem Fight konnte ich den Rückstand auf ihn nicht mehr wegmachen und so fehlten im Ziel nur 4 Sekunden. Ali rehabilitierte sich für den Berglauf in Beringen vor einer Woche, wo er am Berg einen Einbruch erlitten hatte und gewann 9 Sekunden vor Andy und 13 Sekunden vor mir. Nun stehen erstmals vier weitere Trainingswochen an, ehe ich wie in den letzten Jahren am 29. November in Basel den Stadtlauf bestreiten werde. Bis bald, Marco

Link zum Artikel: Dritter am LWS-Crosstest

Ein 3. Rang und 3:47,42 zum Saisonabschluss auf der Bahn

17.08.2011

Beim gestrigen Abendmeeting in Regensdorf wurdeBild: Ralph Kern. ich auf den letzten 50 Metern noch von Tolossa Chengere und Simon Tesfay geschlagen, konnte mich aber noch gegen die SM-Medaillengewinner Fuchs und Breit knapp durchsetzen. Damit gelang mir ein guter Saisonabschluss auf der Bahn.

 

Bild 1 rechts: Kurz vor der letzten Runde laufe ich hier an vierter Position. (Bilder: Ralph Kern.)

In einem von Ruedi Meier perfekt organisierten 1500m-Rennen, in welchem Martin Knill die erste Pace bis 800m und der Kenyaner Timothy Limo die zweite Pace bis nach 1200m übernahmen, vermochten wir die angestrebte Sub-3:45er-Zeit nicht zu erreichen. Nach der 1000m-Marke tat sich eine Lücke auf zum tempomachenden Kenyaner, worauf die Pace nicht mehr hochgehalten werden konnte. Ich lief zu dieser Zeit hinter Zwahlen, Chengere und Bächtiger an fünfter Position und damit zu weit hinten, um diese Lücke zu schliessen. Bis nach der 1200er-Marke arbeitete ich mich hinter Bächtiger an die zweite Position vor, ehe ich eingangs Zielkurve am 800-Meter-Schweizermeister vorbeizog. Ich kämpfte um meine Leaderposition und musste dennoch Tolossa Chengere und Simon Tesfay auf den letzten Metern ziehen lassen. Klassierte mich in 3:47,42min aber noch vor Raphael Fuchs, Schweizermeister Bild 2: Ralph Kern.Stefan Breit, sowie Bächtiger und Zwahlen. Mit dem Rennverlauf bin ich sehr zufrieden, einfach etwas schade, dass es nicht mehr zu einer schnelleren Zeit reichte. Aber nach den Auslandstarts und den Military World Games in Rio, war es schwierig, den Fokus nochmals auf schnelle Zeiten zu legen. So entschied ich anfang letzter Woche nach der SM in Basel, mit dem 1500m-Rennen in Regensdorf meine Bahnsaison zu beenden. Zudem habe ich diese Entscheidung auch getroffen, um meiner Achillessehne mehr Regeneration zu gönnen, die sich in den letzten Wochen nach Bahntrainings und Wettkämpfen immer wieder bemerkbar machte. 

Somit werde ich auch auf einen Start an meinem Heimmeeting vom kommenden Sonntag, 21. August auf der Munotsportanlage verzichten und stattdessen als Helfer im Einsatz stehen. Der kurzfristig vorgesehene Einladungslauf über 1500m findet deswegen auch nicht statt. Sollte das gute Wetter bis zum Sonntag herhalten, werden aber auf jeden Fall sehr gute Leistungen auf der "schönsten Leichtathletikanlage der Schweiz" zu sehen sein. Zwischen 11.00 und 13.30 Uhr erwartet Zuschauer und Athleten ein kompaktes Leichtathletikmeeting mit nationalen Stars.

Die anderen geplanten Wettkämpfe, die zum Post-Cup zählenden Strassenläufe in Bern (3km) und in Interlaken (Meile), sowie voraussichtlich ein 800m-Einsatz in der Olympischen Staffel mit dem LCS, werde ich jedoch absolvieren, sofern bis dahin alles gut geht. 

Link zum Artikel: Ein 3. Rang und 3:47,42 zum Saisonabschluss auf der Bahn

Einblicke ins Training

23.04.2009
Tag 10-13 in Potch
Nun hat also die intensivere Trainingsperiode begonnen. Auf der Bahn hole ich mir nun den Schliff für den Saisonstart. Die erste längere Einheit auf der Rasenbahn war für Dienstag geplant. Doch just an diesem Tag zeigte sich das Wetter (zum ersten Mal seit wir hier sind!) von seiner unfreundlicheren Seite. Exakt um 17 Uhr Ortszeit braute sich ein Sturm auf und es entluden sich die Wolken über Potchefstroom. Ein Bahntraining machte da nicht mehr wirklich Sinn. So schoben wir es um einen halben Tag auf gestern Morgen auf. Ich konnte das Training mit Etienne, einem 21-jährigen Südafrikanischen Studenten, der in diesem Jahr bereits 3:40 über 1500m gelaufen ist, absolvieren. Die Trainingsgruppe hier umfasst etwa 15 Athleten, vom 800m-, 1500m-, 3000m Steeple- bis zum 5000m-Läufer ist alles dabei. Und das Niveau innerhalb der Gruppe ist hoch. Meine Bestzeiten entsprechen in etwa den Bestzeiten der langsamsten Läufern der Gruppe. Für mich also eine optimale Situation um mich an den Besten zu orientieren und mich nach vorne zu schaffen. In den nächsten Tagen folgt Bahntraining auf Bahntraining ganz nach dem Motto: Go hard or go home. Bis bald, Marco

Storm and rain


Das Lachen trotz Absage des Bahntrainings nicht verloren


Am Tag nach dem Regen absolvierte ich das erste längere Bahntraining


Laufen auf der Rasenbahn


Bahntraining mit Etienne


Etienne, 21, 3:40 über 1500m und ich


Noch fehlen ein paar Meter

Link zum Artikel: Einblicke ins Training

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Hallen SM (18.02.2012)

St. Gallen

Rang Name
1 Julien Lyon
2 Michel Brügger
3 Jérome Schaffner
6 Marco Kern

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