Auf Rio folgt die SM in Basel

03.08.2011

Am kommenden Freitag und Samstag 5./6. August Marco Kern_MWG Rio 2011_Halbfinal 1500m_im Feldfinden auf der Basler Schützenmatte die Schweizer Meisterschaften der Aktiven statt. Nach den Military World Games in Rio folgt nun auf nationaler Ebene der Saisonhöhepunkt. Ich werde in Basel, wie in den letzten zwei Jahren über 1500m antreten.

1500m Vorlauf: Freitag 5. August 21.05 Uhr

1500m Final: Samstag 6. August 17.30 Uhr

 

Im 1500m-Halbfinal an den MWG 2011 in Rio. (Bild Manuel Stocker.)

Über 1500m der Männer präsentiert sich die Ausgangslage offen und spannend. Hinter dem Saisonschnellsten Mirco Zwahlen (LC Regensdorf) 3:44.24 sieht die Startliste wie folgt aus: Marco Kern (LCS) 3:45.02, Michael Geissbühler (LV Langenthal) 3:45.07, Stefan Breit (TV Wolhusen) 3:45.53, Tolossa Chengere (Lausanne-Sports Athlétisme) 3:45.61 (nicht titel- und medaillenberechtigt), Philipp Bandi (GG Bern) 3:48.31, Raphael Fuchs (LC Basel) 3:49.71 (Titelverteidiger) und Fabien Visinand (Lausanne-Sports Athlétisme) 3:52.21 (SM-2. 2010).

Am Samstag berichtet das Schweizer Sportfernsehen (SSF) ab 16.55 Uhr live von den Schweizer Meisterschaften in Basel.

Link zum Artikel: Auf Rio folgt die SM in Basel

Im Halbfinal fehlte wenig zum Exploit

23.07.2011

An den Military World Games in Rio de Janeiro belegte ich im zweiten Halbfinal über 1500m den 8. Rang in einer Zeit von 3:48,68min. Der 7. Rang und eine Zeit von 3:47,66min hätten zur Finalqualifikation gereicht. Damit schied ich als Gesamt-13. der Halbfinalläufe aus. Sieger meines Halbfinals war wie im Vorlauf der Marokkaner Mohamed Moustaoui.

Ich startete als Aussenseiter für einen Finalplatz in den zweiten Halbfinal, in dem ich unter anderem auf drei der vier Vorlaufsieger und den schnellsten Europäer dieser Saison, Yohann Kowal, traf. Die ersten vier Plätze sollten unter normalen Umständen nicht zu erreichen sein. Doch dahinter rechnete ich mir Chancen aus, die Finalquali dennoch zu schaffen. Denn sollte unser Lauf schneller sein als der Erste, hätten sich der Sechst- und Siebentplatzierte über die Zeit qualifiziert. Auf diese Ränge, so nahm ich mir vor, wollte ich laufen. Soviel zur Ausgangslage.

Das Rennen startete nervös, geprägt von Schubsern und harten Positionskämpfen. Anfangs lief ich mitten im Feld und arbeitete mich bis 600m erstmals etwas nach vorne. In der Kurve dann zwischen 900 und 1000m leistete ich den zweiten Effort und schob mich aussen vor bis an die vierte Position, so wie ich es mir vorgenommen hatte. Allerdings konnte ich der weiteren Temposteigerung der Favoriten ab da nicht folgen, ehe sich 200m vor dem Ziel auch noch eine kleine Lücke vor mir auftat. Ich bog nur noch an 9. Position laufend auf die Zielgerade ein. Den indischen Läufer vermochte ich noch zu überholen. Doch zum Iren O'Brien (7. Rang) fehlten im Ziel 1,02 Sekunden. Den Final somit als Gesamt-13. zu verpassen, ärgerte mich, da ich auch während des Rennens an die Machbarkeit dieser Aufgabe glaubte.

Zum Schluss fehlte nicht wirklich viel für den Exploit. Dass ich bis auf der Zielgeraden noch um einen Finalplatz kämpfen konnte, hätte ich vor den Militärweltspielen nicht unbedingt gedacht. Das Leistungsniveau in den Mittel- und Langstrecken war hier in Rio sehr gut. Und schlussendlich hatten sich in den 1500m-Halbfinals auch das (zum Teil deutlich) höhere Niveau und die grössere Erfahrung der anderen Athleten durchgesetzt. Mein Fazit nach Vorlauf und Halbfinal – meinen beiden ersten Rennen an internationalen Meisterschaften auf der Bahn – fällt aber sehr positiv aus und ich nehme nur wertvolle Erfahrungen mit aus Rio. Nun erhole ich mich noch etwas ehe ich wieder ins Training einsteige, um die Schweizer Meisterschaften vom 5. und 6. August in Basel vorzubereiten. Am Dienstag sollten wir wieder in der Schweiz zurück sein.

 

Eine Bildergalerie werde ich nächste Woche zu Hause aufschalten.

Bis dann und viele Grüsse aus Rio de Janeiro

Marco

Link zum Artikel: Im Halbfinal fehlte wenig zum Exploit

Über die Zeit für die Halbfinals qualifiziert

22.07.2011

Im letzten von vier Vorläufen (12.55 Ortszeit) lief ich in 3:49.87 auf Rang 6 und verpasste damit die Direktqualifikation um einen Rang. Über die Zeit schaffte ich den Cut für die Halbfinals (morgen um 11.00 bzw. 11.15 Ortszeit) aber als Schnellster. Somit ging meine Taktik voll auf. 

Ich bekam unmittelbar vor meinem Start von meinen Kollegen und danach von Betreuer Olivier Gloor die Info, dass bis dahin eine Zeit um 3:52-3:53 für die Halbfinals reichen sollte. Ich übernahm daraufhin nach 150m die Initiative und lief bis nach 400m an der Spitze die erste Runde in 62". Danach machte ich Platz und überliess die Führung dem Venezulaner Herrera, der meine Pace jedoch nicht wirklich übernahm. Ab dann an Position zwei laufend versuchte ich locker zu bleiben und wollte auf den letzten 500m spätestens eine Temposteigerung lancieren. Diese führte dann der Marokkaner Moustaoui herbei. Ich gab alles um dran zu bleiben und wurde auf den letzten 250 Metern noch auf Platz fünf bzw der Zielgerade noch auf Platz sechs zurückgereicht. Doch gleich im Ziel wusste ich, dass es mit der Quali über die Zeit deutlich klappen sollte. Der Lauf an sich war sehr schwierig gewesen, weil es ein taktischer Vorlauf nicht erlaubt mit einer klaren Vorstellung ins Rennen zu gehen. Umso mehr bin ich über das Erreichen des Zwischenziels zufrieden, weil ich auch die Position an der Spitze oder gleich an zweiter Stelle nicht gerade liebe.

Morgen bin ich nun in den zweiten Halbfinal eingeteilt worden: Startzeit 11.15 Ortszeit (16.15 Schweizer Zeit). Aus den beiden Läufen qualifizieren sich je die ersten fünf direkt plus die zwei Zeitschnellsten für den Final. Ich freue mich riesig auf morgen. Noch nie durfte ich in einem Feld von solchem Format und solcher Leistungsdichte antreten.

Link zum Artikel: Über die Zeit für die Halbfinals qualifiziert

Start im 4. Vorlauf mit Halbfinal-Quali zum Ziel

21.07.2011

Morgen Donnerstag um 12:55 (17:55 Schweizer Zeit) geht's auch für mich los: 4. Vorlauf über 1500m mit 11 Konkurrenten. Aus vier Serien qualifizieren sich die ersten fünf direkt plus die vier Zeitschnellsten für die zwei Halbfinals. Aus den Top20 der Welt werden drei Athleten am Start stehen. In meiner Serie trete ich unter anderem gegen den Marokkaner Mohamed Moustaoui (SB 3:33,59) an, die Nummer 14 der aktuellen Weltjahresbestenliste.

Ich freue mich, dass mein Wettkampf morgen beginnt und fühle mich bereit für den Vorlauf, auch wenn es keine einfache Hürde werden wird. In den letzten Tagen ist alles ohne Probleme gegangen und ich konnte mich gut akklimatisieren und an die hiesigen Abläufe gewöhnen.

Dass ich nun in den letzten von vier Vorläufen gelost wurde, will ich als Vorteil nutzen. Mit der Information über die Zeiten der bisherigen Zeitschnellsten aus den ersten drei Vorläufen, könnte es auch möglich sein, mich noch über die Zeit für die nächste Runde zu qualifizieren. Von den Meldezeiten her, gehe ich morgen als Dritter in meinen Vorlauf. Von den Bestzeiten jedoch, liege ich auf Position sechs. Mein Ziel ist aber klar. Ich will mich morgen für den Halbfinal vom Freitag qualifizieren.

Die Resultate zu meinem Rennen könnt ihr euch am Schnellsten unter diesem Link nachsehen:

Official results Rio 2011

Link zum Artikel: Start im 4. Vorlauf mit Halbfinal-Quali zum Ziel

News vom Zuckerhut und der Copacabana

18.07.2011

Nach einer über 20-stündigen Reise sind wir am Freitagabend müde von der langen Reise im Green Village auf einer Militärbasis, welche etwas ausserhalb Rio de Janeiros gelegen ist, angekommen. An der stimmungsvollen Eröffnungsfeier im Olympiastadion Joao Havelange vom Samstagabend, entzündete einer der wohl grössten Sportler des letzten Jahrhunderts die Flamme der 5. Military World Games: Pelé.

Startlist by event: 1500m MAN

Nun sind die Militärweltspiele also eröffnet und gleich am ersten Tag durfte sich die Schweizer Delegation bereits über die Bronzemedaille des Schwimmers Erik Van Dooren (50m Freistil) freuen. Die Leichtathletik-Wettkämpfe beginnen dann am Dienstagnachmittag ebenfalls im Olympiastadion Joao Havelange. Da über 1500 Meter über 40 Teilnehmer gemeldet sind, werden wohl drei Runden durchgeführt werden: Vorlauf, Halbfinal und Final. Donnerstag um 12.00 Uhr Ortszeit (17.00 Schweizer Zeit), evt. Freitag um 11.00 Uhr und evt. Samstag um 09.50 Uhr. Doch da mit den definitiven Startbestätigungen der Teilnehmer noch zugewartet wird, kann dies noch ändern. Den eine detaillierte Startliste mit den Namen und Meldezeiten meiner Konkurrenten um einen Einzug in die Halbfinals habe ich bisher noch nicht gesehen. Da müssen wir uns zurzeit noch etwas in Geduld üben. Und auch sonst ist da und wann Flexibilität gefordert, was sich bisher aber noch nicht als Nachteil erwiesen hat. Ansonsten hat auch Vieles hier in Rio schon gut funktioniert. Unterkunft, Verpflegung, Transporte und Trainingsmöglichkeiten sind gut und die vielen Arbeiter und Volunteers vom Organisationskomittee geben sich viel Mühe, sind sehr freundlich und haben uns warm empfangen, so wie ich dies empfunden habe. Es ist wirklich eine riesige Freude hier zu sein und ich bin gespannt und freue mich auf alles was noch kommt.

Ein erstes Highlight war sicher die Eröffungszeremonie, für die sich Rio und Brasilien so richtig ins Zeug gelegt hat und für eindrückliche und spektakuläre Momente sorgte. Da mein Wettkampf erst am Donnerstag beginnt, konnte ich diese Feier von Anfang bis zum Schluss geniessen. Das Einlaufen ins Stadion – notabene in der Armee-Ausgangsuniform – mit der gesamten Delegation und das Miterleben der weiteren Zeremonie danach von der Tribüne aus werde ich nicht mehr vergessen. Hier erlebe ich ohnehin alles zum ersten Mal, was einfach genial ist!

Nach der gestrigen morgendlichen Trainingssession hatten wir danach etwas Zeit um zum Zuckerhut zu fahren. Unbeschreiblich diese Aussicht auf Rio. Vor allem hatten wir das Glück spät nachmittags mit der Gondel hinaufzufahren, womit wir die Aussicht bei Tag, mit wunderbarem Sonnenuntergang und by night geniessen konnten.

Bilder kann ich leider noch keine updaten, da die Internetverbindung teilweise sehr langsam ist...ich versuche es später wieder!

Link zum Artikel: News vom Zuckerhut und der Copacabana

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Hallen SM (18.02.2012)

St. Gallen

Rang Name
1 Julien Lyon
2 Michel Brügger
3 Jérome Schaffner
6 Marco Kern

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